Im Interview mit Frau Claudia Eckardt (Chemielaborantin und ehemals Mitarbeiterin im Geoforschungszentrum Potsdam) erfuhren wir was Bentonit ist und wie man ihn nachweisen kann.
Bentonit ist ein hauptsächlich aus Montmorillonit bestehendes Gemisch aus Tonmineralien. Duch die unterschiedlichen Verhältnisse und Vorkommen der Begleitmineralien, ist es möglich Proben von Bentonit einem bestimmten Herkunftsort zuzuschreiben.
Wie erstellt man eine analysierbare Probe ?
Zunächst erfolgt der Aufschluß der Probe. Dabei wird der Stoff mittels einer Säure (meist Salzsäure) gelöst. Der Bestandteil der sich nicht gelöst hat wird im Anschluß zentrifugiert.
Das heißt in einem Gerät wird die Probe bei hoher Geschwindigkeit gedreht. Duch den Vorgang sammeln sich die unlöslichen Stoffe im unteren Teil der Zentrifugengläser, sie werden auch als Feststoffe bezeichnet.
Die löslichen Stoffe (Metallionen) sammeln sich in einer Flüssigkeit im oberen Teil der Zentrifugengläser. Diese Flüssigkeit wird in ein anderes Behältnis umgefüllt und im Anschluß filtriert. Dazu wird die Flüssigkeit durch ein feines Papier gesiebt, wodurch die letzten, unerwünschten Partikel entfernt werden.
Wie erfahre ich die Bestandteile einer Probe ?
Nach dem Aufschluß einer Probe, kann diese in ein Gerät getan werden, dass sich ICP AES nennt. Dahinter verstecken sich die Bezeichnungen Inductively Coupled Plasma (engl. für induktiv gekoppeltes Plasma), kurz ICP und Atomemissionsspektrometie mit Flamme, kurz F-AES.
Das ICP regt die Ionen der Probe durch einen Plasma an, welches durch einen kontinuierlichen Argon Strom gebildet wird. Im Anschluss gehen die Ionen in ihren Grundzustand zurück, wobei sie Energie in Form von Licht abgeben. Jedes Ion emitiert Licht in einer bestimmten Wellenlänge und ist dadurch genau zu bestimmten. Das F- AES bestimmt durch Wellenlängen die Stoffe anhand des von ihnen abgegebene Lichtes der Ionen.
Heraus kommt eine Liste von Stoffen die in der Probe enthalten sind.
Wie erfahre ich die Konzentration von Stoffen in einer Probe ?
Der Vorgang zur Konzentrationsbestimmung in Proben wird als Kallibrierung bezeichnet.
Dabei vergleicht man die eigene Probe mit 5 weiteren Standard-Proben. Standard-Proben sind Flüssigkeiten, die definierte, meist sehr hohe Konzentrationen eines Elementes enthalten. Die Standard-Probe wird in 5 gleichmäßigen Schritten verdünnt. Man erhält 5 Proben, von denen die Konzentration des enthaltenen Elementes bekannt ist. Die Proben werden im das ICP AES (siehe oben) getan. Die bekannten Konzentrationen der Proben werden angegeben und das ICP AES misst die Emissionen der Standard-Proben. Nun nimmt man die zu untersuchende Probe und misst die Emissionen, wodurch es möglich ist die Konzentration auf Grundlage der Standard-Proben zu berechnen.
Das Ergebnis gibt die Konzentrationsstärke der Stoffe zueinander an.
Führt man nun die gleiche Analyse mit der Probe an Janice Dodsons Hose und einer Probe aus dem Teich im Nationalpark durch, müsste die Zusammensetzung in der die Stoffe vorkommen, übereinstimmen.
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